Blutegeltherapie

Ziel der Blutegeltherapie

Seit Jahrtausenden sind Blutegel ein wichtiger Betsandteil der Medizin. Die Blutegelbehandlung ist ein erprobtes Naturheilverfahren, welches einen empfehlenswerten Zusatz zur schulmedizinischen Therapie darstellt. Auch kranke Tiere gehen intuitiv in Gewässer mit Blutegeln.

Das Prinzip der Blutegeltherapie beruht auf einem lokalen Aderlass und spezifischen Wirkstoffen des Blutegelspeichels. Der Wirkcocktail aus über 40 Substanzen unterstützt die Schmerzlinderung und wirkt entzündungshemmend.

  • Hirudin – wirkt antithrombotisch, gerinnungshemmend, immunisierend, lymphstromfördernd, antibiotisch, diuretisch (fördert die Harnausscheidung) und krampflösend.
  • Eglin – wirkt entzündungshemmend (Proteasen sind Enzyme die Eiweiße spalten).
  • Bdellin – ein Plasminhemmer (das Enzym baut Bestandteile von Blutgerinnseln ab).
  • Hementin – wirkt durchblutungsfördernd.

Eine durchgeführte Arthrose-Studie sorgte weltweit für Aufsehen, da acht von zehn Patienten auf die Blutegeltherapie ansprachen. Bei etwa 70% der Studienteilnehmer trat eine Schmerzlinderung ein.

Das Verfahren

Die Blutegel werden direkt auf die betroffene Hautstelle gesetzt. Der Biss ist kaum spürbar. Haben die Blutegel einen bestimmten Sättigungsgrad erlangt fallen sie von selbst ab. Der Saugvorgang dauert in der Regel etwa 60 Minuten, kann aber bis zu 4 Stunden andauern. Zur Optimierung des Ergebnisses sollte die Therapie nach 4 Wochen wiederholt werden.

Das Beißen des Blutegels selbst ist nicht mehr als ein kleiner Nadelstich zu spüren. Der Juckreiz, der durch die Heilung der betroffenen Stelle ausgelöst werden kann, hält etwa 1-2 Tage an. Der kleine Biss der Blutegel kann noch ein paar Stunden nachbluten, was aber absolut normal und schmerzfrei ist.

Anwendung / Diagnosemöglichkeiten

    • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
    • Arthritis (entzündliche Gelenkerkrankung)
    • Arthrose (Gelenkverschleiß) – bspw. Hüftgelenksverschleiß (Coxarthrose) oder Kniegelenksverschleiß (Gonarthrose)
    • Akute und chronische Thrombophlebitiden – oberflächliche Venenentzündung
    • Posthrombotisches Syndrom (PTS) – die Auswirkungen eines dauerhaften Schadens am tiefen Venensystem des Armes oder Beines
    • Stauungen von Lymphgefäßen und Venen
    • Kopfschmerzen infolge einer Hypertonie (Bluthochdruck)
    • Gicht
    • Schmerzerkrankungen, wie z.B. Migräne